Pirates Bay auf Korfu

Landschaft, Ausblicke, Strand und felsige Pfade. Was will man mehr? Eine durchaus fordernde Rundwanderung mit einem steilen Ab- und Anstieg in der Sonne an der Westküste Korfus.

Kurzinfo:

Wandern und Cachen ist auf Korfu nicht ganz einfach. Zum einen gibt es ansich schon recht wenige Dosen und Multis sind noch seltener. Ganze fünf Stück hat die Insel (Stand Okt. 2018), davon geht einer als Wandercache durch und einer so halb. Zum Wandern hat die Insel zwar einige wirklich tolle Ecken, krankt aber doch an der Infrastruktur. Das geht bei den Straßen für die Anfahrt los (oft schmal, mit großen Löchern) und man braucht dann für 60km plötzlich knapp 2h und geht mit den spärlichen oder gar nicht vorhandenen Wanderwegsmarkierungen weiter (die rühmliche Ausnahme bekommt einen eigenen Artikel) und endet beim momentanen Müllchaos auf der Insel.
Lohnt sich das Wandercachen auf der Insel überhaupt? Ja, Landschaft und Natur sind absolut sehenswert, man muss sich halt damit abfinden, dass man sich den Weg hin und wieder mit einigen Autos teilen muss und die Dosenzahl entlang der Strecke eher übersichtlich ist.

Starten wir also mit einem zwar kurzen, aber richtigen Wandercache, den man gut zu einer schönen Wanderung erweitern kann. Das Auto stellt man in Arillas an der Uferstraße ab und startet in südliche Richtung, vorbei an allerlei Bars, Tavernen und Restaurants. Man folgt zunächst der Straße, vorbei an zwei größeren Hotels, dann kleinere Ferienwohnungen und Pensionen. Die zweite Abzweigung auf der rechten Seite führt einen dann, zunächst noch durch Olivenhaine, nach oben zur Straße Richtung Afionas. An der T-Kreuzung mit dem Stoppschild hält man sich rechts und bleibt vorerst auf dem Weg bis man nach ca. 1km das Dorf Afionas erreicht. Vorbei am Tradi an der Night Owl (Einkehrtip!) geht es ins historische Zentrum des Straßendorfs. An der ein oder anderen Ecke lässt sich schon ein Ausblick auf der Meer und die vorgelagerten Inseln erhaschen.

Am Dorfplatz mit der Kirche (man beachte den Torpedo auf der linken Seite) startet auch der kleine Wandermulti. Zwischen der Kirche und dem kleinen Laden „Oliven und mehr“ wandelt sich die kleine Gasse bald in einen felsigen Pfad, der einen nun stetig nach unten zur Doppelbucht bringt.

Auch wenn es viele Touristen und Strandbesucher anders halten, empfehle ich festes Schuhwerk für das doch unwegsame Gelände. Nach kurzer Zeit öffnen sich erste Ausblicke auf die Bucht und später auch die Doppelbucht.

In Kehren gelangt man bis ganz nach unten auf Meereshöhe. Wer möchte, kann hier natürlich eine Badepause einlegen, aber nicht wundern, trotz des beschwerlichen Wegs ist hier bei passendem Wetter einiges los.


Ansonsten folgt man dem Weg weiter, natürlich geht es nun erneut nach oben, der schmale Pfad schraubt sich durch hüfthohen Bewuchs wieder nach oben bis zu einer kleinen Höhlenkapelle.

Nach einer kleinen Pause macht man sich auf den Rückweg Richtung Afionas. Der Aufstieg ins Dorf kann durchaus etwas beschwerlich sein, die Sonne brennt einem die ganze Zeit auf den Rücken und es geht stetig nach oben. Hat man die ersten Ausläufer des Dorfes erreicht, genauer gesagt das große Restaurant oberhalb, nimmt man den kleinen Pfad bergauf, vorbei an den beiden Restaurants bis man die Taverne Anemos erreicht, hier biegt man rechts ab und durchquert eine Gasse, die für viele wohl das typische Aussehen eines griechischen Dorfes widerspiegelt. Manche Reiseführer bezeichnen das kurze, aber sehenswerte, Stück etwas übertrieben als historischen Ortskern.

Man trifft dann wieder auf den kleinen Dorfplatz und folgt der bekannten Strecke zum Ortsausgang. Kurz nach dem Friedhof biegt links eine Straße ab, die einen dann langsam durch einen Olivenbaumwald wieder nach unten zum Ausgangspunkt bringt.

die Taverne „Night Owl“

 

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